Beschrieb LGB-Gartenbahn
Wolfhauserstrasse 30
8608 Bubikon

Einleitung
In den Jahren 2010 – 2019 entstand bei unserer Wohnung an der Wolfhauserstrasse 30 die nachstehend beschriebene Gartenbahnanlage.
Durch den Betrieb meiner Gartenbahn beim Altersheim Sunnegarte Bubikon bildete sich in den Jahren 2003 bis 2009 ein ansehnlicher Lok- und Wagenpark, der nun nach der frühzeitigen Pensionierung intensiver genutzt werden wollte. Ausserdem wurde ich durch meine Frau auch massgeblich motiviert und animiert, eine ansprechende Anlage zu bauen und bei der Beschaffung der notwendigen Güter nicht zu knausrig zu sein. So entstand eine respektable Anlage mit rund 200 Metern Geleise und 44 Weichen.
Zu unserer Eigentumswohnung im Parterre gehören 300 m² Umschwung mit Sondernutzungsrecht. Auf diesem Areal nimmt die Anlage eine Fläche von rund 70 m² ein. Die Anlagedetails sind frei erfunden und befinden sich thematisch im Kanton Graubünden. Die Lokomotiven und Wagen sind denn auch vorwiegend Modelle der Rhätischen Bahn.
Die Anlage besteht aus einer Flachbahn mit drei verschieden langen Kreisstrecken, verschiedene Abstellgeleise, eine Drehscheibe mit Lokschuppen. In einer verschliessbaren Boxe können 3 Abstellgeleise mit 3 Zügen à 3 Meter direkt befahren und abgestellt werden. 4 Geleise à 3 Meter auf der 1. Etage dieser Box können manuell mit Wagen bestückt werden.
Im östlichen Bereich der Anlage befindet sich ein aufgeschütteter Berg von 60 cm Höhe, 4 m Länge und 2 m Breite. Dieser Berg wird von einer Phantasie-Bergbahn befahren, welche auf einer Länge von 4 Metern mit einer Zahnstange ergänzt ist. Die zwei Züge dieser Bergbahn werden mit einem separaten Transformer mit Gleichstrom analog gefahren.
Für Geleise und Rollmaterial wurde die Baugrösse G oder Spur IIm gewählt. Die Spurweite zwischen den Schienen beträgt 45 mm. Die Schienen und Weichen sind aus dem LGB-Programm der Firma Märklin, 84 Meter Geleise wurden mit Flex-Geleisen der Marke LEBU gebaut. (LEBU-Geleise werden in der Schweiz durch behinderte Menschen im Züriwerk hergestellt.)
Der Unterbau der Geleise sind Beton-Sickersteine oder Rasenkantensteine. Die Geleise sind eingeschottert mit Splitt, welcher mit Sarnacol 2116 geklebt ist. So lässt sich die ganze Anlage auch mit dem Staubsauger reinigen.
Die Steuerung der Anlage erfolgt Digital mit dem MZS-System der LGB. Mit 4 Steuergeräten (Lok-Handys) können die Züge und Weichen per Funk gesteuert werden, so dass für 4 Personen ein spannendes Spielerlebnis möglich ist.
Die Anlage ist vor allem im Bereich des Bahnhofes und im Bereich der Bergbahn mit Häusern und Szenen ausgestattet. Sämtliche Beschriftungen sowie viele Elemente und Gebäude habe ich selbst hergestellt. Die Gebäude und Szenen werden im Winter im Haus aufbewahrt. Die Züge werden ganzjährig im Haus aufbewahrt und nur an sogenannten Fahrtagen auf die Anlage gestellt, wo sie dann ihre Runden drehen.
Gleisplan und Detailbeschrieb der Geleise und Weichen finden sich im Anhang. Nachfolgend sind einige Fotos, die den Baufortschritt und die fertig gestellte Anlage zeigen.























14. Juli 2013 Um die Hitze an der Südseite unserer Wohnung erträglicher zu machen, hat die Bau- und Budgetkommission auch noch 3 Sonnenschirme bewilligt.















Im Frühjahr 2015 habe ich den Bereich der Abstellgeleise erweitert, so dass entlang der Wagenhalle 3 Züge abgestellt werden können. Zudem habe ich den Wendekreis im Bereich des Wäscheständers von Süd nach Ost verlegt, so dass nun Züge eine Runde fahren können, ohne den Bahnhofbereich durchlaufen zu müssen.
Die Seitenwand und Front der Wagenhalle, welche bisher nur aus lackierten Schaltafeln gefertigt waren, (siehe Bild Seite 11) habe ich mit FOREX-Platten neu eingekleidet. Die Platten sind mit selbst gedruckten Bildern auf Polyesterfolien beklebt, so dass die Halle nun einen wirklichkeitsnahen Eindruck vermittelt. Die Tore an der Front habe ich bei der Lok-Remise in Uster fotografiert und mit dem Laser-Drucker ausgedruckt und aufgeklebt.


In den Monaten April bis Juli 2015 haben wir an der Grenze unseres Aussenbereiches neue Sichtschutzwände machen lassen. Die alten Holzwände waren verbraucht und nicht mehr nützlich.
So haben wir 5 Stein-Gabionen setzen lassen, welche mit bedruckten Glaswänden unterbrochen sind. Durch meine Mitwirkung beim Bau verzögerte sich der Beginn der Gartenbahnsaison um einige Monate. Es wurde August statt Mai.



















2017 war die Anlage an 15 Tagen in Betrieb. Baulich wurde nichts verändert oder ergänzt.
2018 habe ich Weiche 9 durch eine neue ersetzt, da die alte defekt war
Weiche 1 mit Radius 1 habe ich durch eine Weiche mit Radius 2 ersetzt..
Winter 2018/2019 habe ich verschiedene Wagen gesupert.
Frühjahr/Sommer 2019 war baulich wieder eine intensive Zeit.





Im 2019 habe ich zudem etwa 20 Wagen auseinandergenommen und diesen ein vorbildgerechtes Innenleben verpasst. Wovon die nachstehenden Bilder einen Eindruck geben.





Ein Höhepunkt im Sommer 2019 war sicher der Kauf eines neuen Wagens nach dem Vorbild des As 1161 der RhB.
Diesen Wagen habe ich komplett zerlegt und einen Innenausbau gefertigt, wie er dem Original möglichst nahekommt, wie nachstehende Bilder zeigen. Die Sitze habe ich in stundenlanger Handarbeit vergrössert und bemalt.



Ein weiterer Höhepunkt war der Kauf aus einem Nachlass eines verstorbenen Mannes aus Brugg.
4 Pullman-Salonwagen der RhB 1141-1144 in den Farben rot/beige mit dem Aufdruck „SOS“, wie sie im Original von 1974 – 1997 in Betrieb waren.
Nun besitze ich aus allen 3 Epochen je 4 Pullman-Salonwagen, welche ich mit viel Aufwand restauriert und jeweils vorbildgetreu gestaltet und beschriftet habe.


Die Pullman-Salonwagen 1141-1144, wie sie nach dem Kauf aus dem Bestand der MOB von 1939 – 1974 bei der RhB in Betrieb waren, in grün/beiger Farbe.
Hier mit Speisewagen „Gourmino“ in Rot, gezogen vom (Krokodil)Ge 6/6 412 in der Originalfarbe braun.
Dieser Zug wurde unter anderem mit „Calais-Engadin-Express“ vermarktet und diente während des 2. Weltkrieges dem Generalstab der Schweizer Armee für Inspektionsfahrten auf dem Netz der RhB.


Hier die gleichen Wagen 1141-1144, wie sie 1974 bis 1997 in Betrieb waren, in rot/beige und mit dem „SOS“ Schriftzug 1997, als es darum ging die Wagen mit einer Spendensammlung zu retten.
Dieser Zug war unter anderem im Einsatz beim 100-Jahr-Jubiläum der RhB 1989.
Diese 4 Wagen konnte ich aus einem Nachlass erwerben, musste sie allerdings mit viel Aufwand restaurieren und nach meinen Vorstellungen innen neu gestalten.
Zudem habe ich die abgelaufenen Räder durch Räder mit kugelgelagerten Achsen ersetzt.


Nach der erfolgreichen Spendensammlung durch den Verein „Pro Salonwagen“ im Jahre1997 sind diese 4 Wagen restauriert worden.
Sie sind mit den gleichen Wagen- Nummern 1141-1144 seit 1999 in Betrieb in der blau/beigen Farbe.
Hier zusammen mit AS 1161 in der Mitte und dem Gepäckwagen D 4062 am Schluss.
Gezogen von Ge 6/6 412 in der blauen Farbe „75 Jahre Glacier-Express im Jahre 2005“.
Der Zug wird unter anderem als „Alpine-Classic-Pullman-Express“ vermarktet und verkehrt von St. Moritz bis Zermatt.
Die Wagen 1141 und 1142 können auch auf der Bernina-Strecke angetroffen werden, weil sie unter anderem kein Zahnrad haben.








Im sehr trockenen Winter 2019/2020 habe ich den ganzen Abstellbereich neu gestaltet und
optimiert, so dass ich nun in diesem Bereich auf 8 Abstellgeleisen die verschiedenen Züge
bereitstellen kann. Mit 15 Handweichen einer elektrischen Doppelkreuzungsweiche (Engländer)
und einer zusätzlichen Anschlussweiche an das Hauptgleis bieten sich so unzählige
Rangiermöglichkeiten, die ich vorher nicht hatte.

Mit einer neuen Zeltplane kann ich diesen Abstellbereich optimal beschatten.
Im Februar 2020 habe ich den Sitzplatzbereich um einige Steinplatten erweitert und kurz vor
dem Corona-Einkaufsstopp einen Gartentisch mit 4 Stühlen besorgt.
So dass Besucherinnen und Besucher nun bequem dem Fahrbetrieb zusehen können.





